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Autor Thema: Harbour  (Gelesen 2489 mal)

Offline Ebi

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Harbour
« am: 03. März 2015, 23:53:02 »
Erfreulich!
Aus einem zu unterstützten Projekt wurde ein nettes Spiel in handlichem Format zum Mitnehmen.  :)

In der Kartonschachtel nur wenig größer als Werwolf und mit nur einem unscheinbaren Spielmechanismus, bietet Harbour ein erstaunlich forderndes Spiel. Geht man bei dem kleinen Format anfangs automatisch von einem kurzen Spiel aus, wird man beim Probieren schnell eines Besseren belehrt, da man doch ein Weilchen überlegen muss, wie man seinen Zug platziert.

Das Thema, ein geschäftiger Hafen in einem Fantasy-Land, grafisch sehr nett und spaßig umgesetzt vom Zeichner Rob Lundy(*), bietet einen passenden Rahmen für das Spielgeschehen, dessen Regeln simpel sind.
Zentrales Element ist die Marktkarte, auf der vier Warenarten (Fisch, Fleisch, Stein und Holz), dargestellt durch vier entsprechende Spielsteine, in aufsteigender preislicher Wertigkeit platziert werden, stellvertretend für zu erledigende Verkaufsaufträge. Dieselben vier Warenarten hat jeder Spieler als Spielstein zur Hand, um damit auf seiner Charakterkarte die angekaufte/verfügbare Menge in seinem eigenen Lagerbestand (maximal fünf je Ware) anzuzeigen. Verfügt man über die gleiche Menge einer Warenart (oder mehr), wie auf dem Markt gerade dafür gefordert, kann man verkaufen und den Erlös in Talern sofort(!) in den Kauf einer Immobilienkarte ummünzen. Dafür ist meist der Verkauf mehrerer Warenarten (gleichzeitig) nötig. Ein Aufsparen von Talern ist nicht möglich. Ein Auszahlen zu viel (weil nicht passend) bezahlter Taler ist nicht möglich. Ein Aufbewahren übrig gebliebener Waren ist nicht möglich (außer man verfügt über eine Immobilie mit entsprechender Funktion). Der Spielmechanismus bildet somit das just-in-time-Geschehen des geschäftigen Hafens ganz gut ab. Die für dieses Geschehen nötigen Handlungen werden durch die erworbenen Immobilien-Karten sowie die sechs Immobilienkarten, die in der Mitte ausliegen, ermöglicht. Sie sind für alle nutzbar, und man kann mit ihnen Güter (Waren) erlangen oder Gewinn bringend tauschen.  Es wird geschachert und getauscht, um rechtzeitig vor'm Gegner die nötigen Warenbestände zum Erfüllen der Marktorder zusammen zu haben. Ganz zu Anfang erhält man zudem auch noch eine Charakter-Karte aus einer ganzen Reihe verschiedener und interessanter Charaktere, die nebst dem Erwerb von zwei Waren eben auch noch die Möglichkeit des Hausbau/Hauserwerbs bietet (das ist ein extra Zug und ohne Karte nicht möglich).
Und wodurch wird das Ganze nun so knifflig? Ganz einfach: Dadurch, dass die vier Warenorder in preislich aufsteigender Folge platziert sind, die verkaufte Warenart (en) aus eben dieser Reihe entfernt, die verbliebenen Waren in Richtung "teurer" aufgerückt und die entfernten Warenarten danach aus Richtung "billig" wieder aufgefüllt werden, verändert sich das Preisgefüge, wenn ein Konkurrent vor einem verkauft (bzw. dadurch eine Hauskarte kauft). Auf die Weise kann man plötzliich von einer billigen Warenart zu viel und von der jetzt neu teuren Warenart zu wenig haben, um den für den Hauskauf nötigen Preis zusammen zu bekommen. Man muss also immer auch kalkulieren, wie weit der Mitspieler ist.
Das Spiel endet, nachdem jemand seine vierte Hauskarte erwirbt.
Zeitlich reicht das auch, denn bei unseren bisherigen Spielen war bis dahin eine gute Stunde verstrichen. Spaß hatten wir während der Zeit allerdings durchaus, auch wenn uns angesichts der schlecht einzuschätzenden Mitspieler und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten oft die was-mach-ich-denn-jetzt-Verzweiflung im Gesicht stand. Man darf das Ganze halt nicht zu ernst nehmen und lieber noch eine Runde spielen. Das passt dann auch besser zum Setting.
Das Spiel zu viert war dabei deutlich unkalkulierbarer als das zu dritt, weshalb ich (bis jetzt) eine Dreier-Runde bevorzugen würde.

Als Kickstart-Unterstützer besitzen Storch und ich natürlich das englischsprachige Original inklusive von ein paar exklusiven Charakteren, aber eventuell erscheint Harbour auch noch mal in deutscher Sprache. Verdient hätte es das, weil es eben einiges an Spiel in kleiner Schachtel bietet. Bevor man es aber gar nicht spielt, lohnt sich das Original, da die Regeln einfach sind und Schul-Englisch genügt. Bei Regel-Fragen stehen Storch und ich ja auch noch zur Verfügung.  ;)


Spieltyp:  Strategie
Spielart:  Kartenspiel
Format:  Pocket
Spielerzahl:  2-4
Spieldauer:  1 - 1,5 Std.
Alterseignung:  ab 10 Jahren
Spielereignung:  Nicht für Zauderer
Thema:  Hafen im Fantasy Setting


(*) http://boardgamegeek.com/image/2061072/harbour
« Letzte Änderung: 04. März 2015, 00:23:47 von Ebi »


Offline Storch

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Re: Harbour
« Antwort #1 am: 22. März 2015, 10:39:00 »
Ich war auch angenehm überrascht,  welche Komplexität das Spiel entwickelte. Ich hatte mit einem kürzeren Ablauf gerechnet. Das zeigt dass es nicht immer eine Menge Material für ein forderndes spiel braucht.

Wie Ebi schrieb, entwickelt sich das ganze bei drei Spielern am besten. Ein Test zu zweit steht noch aus, zu viert war es tatsächlich ziemlich chaotisch. Wobei auch da eine gewisse Mitspielerin das Genie bewiesen hat das Chaos zu beherrschen.  Es muss also möglich sein. Zu viert ist es aber sicher nichts für Choleriker.

Insgesamt eine klare Empfehlung.  Greift zu wenn es euch begegnen sollte, ihr werdet überrascht sein!
Andere versuchen das Kind in sich zu unterdrücken. Ich habe meinem ein Fahrrad gekauft.

Offline Sebastian

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Re: Harbour
« Antwort #2 am: 25. März 2015, 19:35:21 »
Habt ihr eine Ahnung ob es in Deutsch raus kommen soll? Oder war das von dir nur eine Vermutung Ebi? Würde auf dem nächsten NWT auf jeden Fall mal ne' runde mit Spielen.

Offline Ebi

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Re: Harbour
« Antwort #3 am: 26. März 2015, 01:52:23 »
Bis jetzt ist nichts Definitives bekannt. Ich werde das hier aber posten, wenn sich was tut (und ich es mitbekomme, was aber so unwahrscheinlich auch wieder nicht ist).

Eine (oder mehrere) Partie(n) Harbour auf dem nächsten NWT, so es denn hoffentlich bald wieder eins gibt?
Gern.


Offline Ebi

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Re: Harbour
« Antwort #4 am: 21. Oktober 2015, 00:11:16 »
Hier übrigens schon mal eine Video-Spielanleitung für Leute, die englisch können.
Die anderen müssen warten, bis Storch oder ich hier eine übersetzte schriftliche Anleitung eintippen, oder ich beim nächsten NWT live erkläre.

Spielanleitungsvideo Harbour
Der enthusiastische Erklärer ist Daniel, der Gründer von Tasty Minstrel Games



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Offline Ebi

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Re: Harbour
« Antwort #5 am: 21. Oktober 2015, 00:15:51 »
Im Wesentlichen ist Harbour ein Platzierungsspiel. Das beschreibt einen Spielmechanismus, bei dem durch das Setzen von Spielfiguren auf Felder, die bestimmte Eigenschaften haben, die gesetzten Spielfiguren bestimmte Aktionen ausführen können.

Hier bei Harbour wird ein stilisierter Fantasy Hafen als Spiel-Hintergrund genutzt, auf dessen Gelände es natürlich verschiedene Gebäude gibt.

to be continued


 

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